MANGO OFFICE Promo Anlagenanschluss

Anlagenanschluss

Was ist ein Anlagenanschluss?

Ein Anlagenanschluss ist die Anbindung eines Business-Telefonie-Systems an das öffentliche Telefonnetz (Public Switched Telephone Network, PSTN), die es den Nutzern des Business-Telefonie-Systems ermöglicht, ein- und ausgehende Anrufe über die gemeinsamen Kommunikationskanäle des Unternehmens durchzuführen und entgegenzunehmen.

Telefone und Faxgeräte einzelner Mitarbeiter im Unternehmen haben in der Regel keine direkte Verbindung mit dem öffentlichen Telefonnetz, wie es bei Heimanwendern der Fall ist, sondern sind an die interne Telefonanlage des Unternehmens angeschlossen.

Dies wird gemacht, damit die Benutzer die bestehenden PSTN-Anschlüsse teilen und zusätzliche geschäftsrelevante Services nutzen können. Telefone der Mitarbeiter werden an die entsprechenden Ports der Firmen-Telefonanlage angeschlossen; die Telefone erhalten dann keine öffentlichen Rufnummern aus dem deutschen Nummernplan, sondern kurze interne Nummern.

Ein weiteres Beispiel für die Verwendung eines Anlagenanschlusses ist die Verbindung mehrerer Nebenstellenanlagen eines Unternehmens, die sich an verschiedenen Standorten befinden. In diesem Fall besteht die Aufgabe darin, mehrere Telefonanlagen des Unternehmens miteinander zu vernetzen, um ein einheitliches Unternehmens-Telefonsystem aufzubauen.

Arten von Anlagenanschlüssen

Sowohl die Nebenstellenanlagen als auch die Fernsprechzentralen von Telekommunikationsbetreibern waren früher analog, und der Anlagenanschluss war dementsprechend ebenfalls analog. Dabei konnte über jede analoge Leitung nur ein Gespräch übertragen werden.

Benötigte ein Unternehmen mehr als nur ein paar Kommunikationskanäle, so wurde ein digitaler 2-Mbit/s-E1-Trunk mit R2-Signalisierung verwendet, um keine zusätzlichen Kabel zwischen dem Büro und der städtischen Fernsprechzentrale verlegen zu müssen sowie die Anschluss-Ports an der Telefonanlage zu sparen. Über so einen Trunk konnten bis zu 30 Gespräche gleichzeitig übertragen werden.

Heute ist das Geschichte. Inzwischen nutzen Unternehmen zumeist digitale Telefonsysteme, und städtische Fernsprechzentralen sind 1997 komplett digitalisiert worden. Die gängigsten Anlagenanschlüsse sind heute daher ISDN und VoIP.

ISDN-Anlagenanschluss

ISDN – Abkürzung für Integrated Services Digital Network

Der ISDN-Anschluss ist in zwei Varianten verfügbar: BRI und PRI.

Ein ISDN-BRI-Anschluss besteht aus zwei B-Kanälen mit je 64 kBit/s Bandbreite, über die Stimme oder Daten übertragen werden, und einem D-Kanal mit 16 kBit/s, über den Steuerinformationen (Signalisierung) übertragen werden. Da ISDN BRI zwei B-Kanäle umfasst, können über diese gleichzeitig zwei Gespräche übertragen werden. Daher werden die ISDN-BRI-Trunks manchmal als ISDN2 bezeichnet.

Um eine Büro-Telefonanlage über ISDN BRI an einen Netzanbieter anzuschließen, wird im Büro ein Netzabschlussgerät (Network Termination Device, NTBA) installiert, das an einem Ende mit dem Netzanbieter verbunden ist: entweder direkt über ein Kabel oder über eine DSL-Leitung und einen Splitter. Am anderen Ende wird daran die Unternehmens-Telefonanlage über die S0-Schnittstelle angeschlossen. Arbeiten im Büro nur wenige Leute, muss man nicht unbedingt eine Telefonanlage installieren, da bis zu acht Telefone gleichzeitig an den S0-Bus angeschlossen werden können.

Sollte ein aus zwei Kanälen bestehender Trunk zu klein für das Unternehmen sein, verwendet man ISDN PRI. Dies ist ein digitaler E1-Strom, der aus 30 B-Kanälen und einem D-Kanal mit einer Bandbreite von je 64 kBit/s besteht. Dementsprechend können über einen solchen Trunk bis zu 30 Gespräche gleichzeitig geführt werden. Je nach der Anzahl der Kanäle im Trunk wird ISDN PRI manchmal als ISDN10, ISDN20, ISDN30 usw. bezeichnet.

In den ISDN-Trunks, die die Unternehmens-Telefonanlagen mit der PSTN-Vermittlungszentrale verbinden, wird üblicherweise die DSS1-Signalisierung (Euro-ISDN) verwendet. Zwei Telefonanlagen eines Unternehmens, die über einen ISDN-Trunk miteinander verbunden sind, verwenden meist die QSIG-Signalisierung, die aber oft oberhalb der IP-Netzwerke übertragen werden muss, da es nicht immer möglich ist, zwei räumlich getrennte Telefonanlagen direkt zu verbinden. Und einen dedizierten digitalen Strom vom Netzanbieter zu mieten wäre sehr kostspielig.

Die ISDN-Trunks sind eine zuverlässige und bewährte Technologie, die es Netzanbietern gestattet, den Unternehmen Basistelekommunikationsdienste zur Verfügung zu stellen.

In Deutschland kommen die gewöhnlichen ISDN-Anschlüsse heutzutage allerdings immer seltener vor und werden nach und nach von den VoIP-Technologien verdrängt, die einige Vorteile gegenüber ISDN-Anlagen haben.

VoIP-Anlagenanschluss

VoIP – Abkürzung für Voice over IP

Ein VoIP-Trunk ist die kostengünstigste und praktischste Lösung für die Entwicklung verschiedener Telekommunikationsdienste, die weit über die einfache Telefonie hinausgehen.

Um eine Verbindung über VoIP herzustellen, verwenden Netzanbieter heutzutage die SIP-Signalisierung, sodass die VoIP-Trunks oft als SIP-Trunks bezeichnet werden.

Wenn ein Unternehmen einen VoIP-Trunk verwendet, stellt seine Telefonanlage eine Verbindung zum Netzbetreiber über ein IP-Netzwerk her. Dies kann ein dediziertes Netzwerk oder das Internet sein. Verfügt die PBX-Anlage über einen SIP-Port, kann der Trunk direkt an diesen angeschlossen werden. Andernfalls muss ein VoIP-Gateway verwendet werden.

Je nach Typ der installierten Telefonanlage können deren Nutzer sowohl über ISDN als auch über IP an die Unternehmens-Telefonanlage angeschlossen werden.

Ein VoIP-Trunk ermöglicht es, mehrere Gespräche gleichzeitig zu führen, deren Anzahl nur durch die Bandbreite des ins Büro führenden Internetkanals begrenzt ist.

Ein VoIP-Trunk kann ebenfalls dazu genutzt werden, mehrere Telefonsysteme eines Unternehmens in ein einheitliches Unternehmensnetzwerk zu integrieren. Das ist viel praktischer und kostengünstiger als alle anderen Methoden zur Vernetzung von Telefonanlagen.

Mehr Informationen zum Thema SIP-Trunk: siehe Seite SIP trunk >>

Vorteile des SIP-Trunks

Vorteile des VoIP-Trunks gegenüber ISDN

Senkung der Kosten für die Telekommunikation

  • niedrige Monatsgebühr für Telekommunikationsdienste und Durchwahlnummern
  • keine Zahlungen für einen dedizierten Telefontrunk mit der erforderlichen Kapazität
  • keine Anschaffung eines VoIP-Gateway nötig; Anrufe aus dem Telefonnetz kommen direkt über das SIP-Protokoll
  • so gut wie keine Startinvestition

Geografische Unabhängigkeit

  • Einfacher Standortwechsel: Sie behalten Ihre bisherigen Rufnummern und es gibt keine Unterbrechungen in Ihrem Geschäft. – Ein SIP-Trunk hat keine Standortbindung.
  • Ihr Serviceanbieter samt Ihrer Rufnummer kann sich in einer anderen Stadt bzw. in einem anderen Land befinden.
  • einfache Vernetzung von geografisch verteilten Standorten und Anschluss der auswärtigen Mitarbeiter an Ihre Firmentelefonanlage
  • PSTN-Anschluss in mehreren Städten. An jedem Unternehmensstandort erhalten Sie ein Telefonsystem mit örtlichen Rufnummern.

Erweiterte Services

  • mögliche Integration der SIP-Telefonie in Ihre Business-Anwendungen, wie z. B. CRM- oder Helpdesk-Systeme
  • Anschließen der Mobiltelefone an die Telefonanlage
  • Die Anrufverarbeitung beginnt in der Cloud, Ihre Nummer ist nie besetzt.
  • zusätzliche Services der Cloud-SIP-Telefonie

Hohe Leistungsqualität

  • hohe Sprachqualität und Verbindungsgeschwindigkeit, keine unnötigen Signalkonvertierungen
  • Automatische Anpassung der Kommunikationskanal-Kapazität. Im Falle einer Erhöhung des Anrufaufkommens müssen Sie weder zusätzliche Telefonleitungen bestellen bzw. verlegen, noch Erweiterungsplatinen in die Telefonanlage installieren oder diese umprogrammieren lassen. Der SIP-Trunk passt sich automatisch an Ihre Bedürfnisse an.
  • stufenweise Migration zu Cloud-Diensten

Umstieg von ISDN auf IP

Da die IP-Telefonie gegenüber herkömmlicher ISDN-Technologie eine Vielzahl von Vorteilen für die Benutzer bietet und gleichzeitig den Netzanbietern ermöglicht, die Kosten für die Wartung und den Betrieb der Infrastruktur zu senken, steigen deutsche Telekommunikationsanbieter auf VoIP um. Die Deutsche Telekom hat angekündigt, dass bis zum Ende des Jahres 2018 alle ISDN-Anschlüsse stillgelegt werden; andere große Netzanbieter planen dies für den Zeitraum der nächsten Jahre. Alle Telekommunikationsdienste werden den Kunden nun über IP bereitgestellt werden, wie dies von MANGO OFFICE und anderen modernen Anbietern von Anfang an getan wurde.

SIP-Trunks von Cloud-Providern

Anbieter von Cloud-Kommunikationsdiensten, wie zum Beispiel MANGO OFFICE, bieten oft nicht nur virtuelle Telefonsysteme und die dazugehörigen Dienstleistungen an, sondern auch Leistungen zur Anbindung der Büro-PBX über den SIP-Trunk. In diesem Fall ist es sinnvoll, einige Dienste, zum Beispiel IVR, von der Bürotelefonanlage in die Cloud auszulagern. Unternehmen können ebenfalls von den Cloud-Kommunikationsdiensten, die in ihren Telefonsystemen nicht verfügbar sind, Gebrauch machen.

Es lohnt sich, solche Hybridlösungen zu benutzen, wenn das Unternehmen über eine erst kürzlich erworbene Telefonanlage oder einen Internetkanal verfügt, der zu klein ist, um über ihn interne Gespräche der Mitarbeiter zu übertragen.