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09.01.2018 Ratgeber

10 Fragen und Antworten zur ISDN-Abschaltung 2018, die auch Sie betreffen

Blog ISDN-AbschaltungDie Deutsche Telekom plant, bis Ende 2018 alle noch bestehenden ISDN-Anschlüsse abzuschalten. Dieses Thema betrifft auch Ihr Unternehmen – selbst wenn Sie geschäftlich nicht unmittelbar etwas mit Telekommunikation zu tun haben.

Was Sie als Gründer eines Kleinunternehmens unbedingt wissen sollten, erfahren Sie von uns.

 

 

1. Worum geht es überhaupt?

Alle analogen Kommunikationsdienste sowie alle digitalen ISDN-Anschlüsse werden auf IP-Anschlüsse umgestellt. Das bedeutet, dass Telefon, Datenübertragung und Internet in einem Anschluss zusammengefasst werden. Der neue Übertragungsstandard in dem gemeinsamen Netz für Sprache und Internet heißt IP (Internet-Protokoll).

IP-Telefonie hat den großen Vorteil der Standortunabhängigkeit: Sie können Ihre Telefonanlage bequem in die Cloud verlagern; und sobald Sie eine Internetverbindung haben, können Sie an jedem beliebigen Standort so telefonieren, als ob Sie im Unternehmen wären.

 

 

2. VoIP, SIP, All-IP, NGN – was bedeutet das alles?

All diese Begriffe tauchen in den Meldungen, Angeboten und Diskussionen um die Umstellung von ISDN auf neue Technologien auf. Wir erklären kurz, was sie bedeuten:

  • NGN (Next Generation Network) ist ein direkter Nachfolger von ISDN. Dabei handelt es sich um eine Netzwerktechnologie, die die Daten- und Sprachübertragung in einem einheitlichen Netz vereint und auf dem Internet-Protokoll beruht. Alle Daten werden IP-basiert versendet und empfangen, deswegen spricht man auch vom All-IP-Netz. Die beiden Begriffe werden also als Synonyme verwendet.
  • VoIP (Voice-over-IP) ist eine gemeinsame Bezeichnung der Protokolle, über die Audiodateien versendet und empfangen werden. Diese Technologie wird nicht nur in der Telekommunikation verwendet, sondern zum Beispiel auch bei der Durchführung von Webinaren oder bei der Onlinevideoüberwachung.
  • IP-Telefonie steht fürs Telefonieren via Internet. Dabei werden für Telefonie typische Informationen, wie Sprache und Steuerinformationen beispielsweise für den Aufbau einer Verbindung, über ein Datennetz übertragen.
  • SIP (Session Initiation Protocol) ist das meist verbreitete Netzprotokoll zum Aufbau der Kommunikationsverbindung für IP-Telefonie. SIP beschreibt die Regeln, nach denen die Verbindung erfolgt.

Obwohl es technische Unterschiede gibt, werden Begriffe VoIP-Telefonie, IP-Telefonie und SIP-Telefonie häufig synonym verwendet.

 

 

3. Ist mein Unternehmen von der Abschaltung betroffen?

Der Übergang zu All-IP ist alternativlos: Die ISDN-Abschaltung betrifft alle Unternehmen, die noch nicht auf IP umgestellt haben. Auch wenn bei anderen Anbietern der Umstieg möglicherweise einige Jahre länger dauern wird als bei der Telekom, besteht langfristig keine Alternative.

Zurzeit werden wöchentlich circa 60.000 ISDN-Anschlüsse auf IP umgestellt. Dabei sind nicht nur Telekom-Kunden betroffen: Alle großen Netzwerkbetreiber werden in den nächsten Jahren komplett auf IP umstellen. Die Telekom-Wettbewerber nehmen sich allerdings etwas mehr Zeit für die Umrüstung. Trotzdem ist es sinnvoll, sich schon jetzt Gedanken über eine kostengünstige Alternative zu machen. Die Umstellung ist der perfekte Zeitpunkt für einen Anbieterwechsel.

 

 

4. Welche Internetgeschwindigkeit ist für IP-Telefonie empfehlenswert?

Da alle Kommunikation übers Internet erfolgt, spielt die Bandbreite Ihres Internetanschlusses eine entscheidende Rolle. Pro Telefonat werden circa 100 kBit/s Bandbreite im Up- und Download benötigt. Berechnen Sie die maximale Menge an gleichzeitigen Telefonaten, nehmen Sie andere Internetanwendungen in Ihre Kalkulation mit auf und Sie sehen, welche Internetgeschwindigkeit für Ihr Büro erforderlich ist.

 

 

5. Welche Verfügbarkeiten brauche ich?

Im Tagesgeschäft spielt Telefonie eine entscheidende Rolle. Deswegen müssen die Ausfallzeiten – auch theoretische – bei der Planung des Umstiegs beachtet werden. Die notwendige Verfügbarkeit kann sich je nach Anforderungsprofil eines Unternehmens unterscheiden. Für Kleinunternehmen, die notfalls auf Mobilfunk umsteigen können, sind DSL-basierte Produkte mit einer Verfügbarkeit von 98,5 Prozent wegen des Preis-Leistungs-Verhältnisses passend. Wer eine größere Ausfallsicherheit braucht, sollte sich für Ethernet-basierte Leitungen entscheiden. Für Callcenter und Großunternehmen, die immer erreichbar sein müssen, gibt es auch redundante Anbindungen mit einer Verfügbarkeit von 99,99 Prozent, die aber mit hohen Kosten verbunden sind.

 

 

6. Welche Geräte sollen ausgetauscht werden?

Sie müssen sich entscheiden, ob Sie nach der Umstellung Ihre bestehenden Geräte weiternutzen oder neue Geräte anschaffen wollen. Eine Weiternutzung ist mithilfe eines VoIP-Adapters möglich. Der Umstieg ist aber ein guter Zeitpunkt, um sich für eine neue Art des Telefonierens zu entscheiden. Dabei können die klassischen Tischtelefone bequem durch eine Softphone-Anwendung für Ihren PC oder Ihr Smartphone ausgetauscht werden. Wenn Sie jedoch klassische Tischtelefone bevorzugen, finden Sie eine gute Auswahl an Endgeräten häufig direkt bei Ihrem VoIP-Anbieter. Dabei werden alle Geräte auf Komptabilität mit einer konkreten Telefonanlage geprüft.

 

 

7. Muss ich mir unbedingt eine neue Telefonanlage besorgen?

Die Telekom bietet Router und Gateways an, über die sich auch ältere Telefananlagen über einen IP-Anschluss betreiben lassen. Leider gehen viele ISDN-Funktionen dadurch verloren. Ein virtuelle Telefonanalage in der Cloud ist eine bequeme und preiswerte Alternative zu den traditionellen Telefonanlagen. Dabei brauchen Sie nicht kontinuierlich in Wartung und Erweiterung zu investieren: Alle Daten werden in Datenzentren vertraulich gelagert. Ihre Telefonanlage können Sie einfach per Mausklick in einem Webportal verwalten.

 

 

8. Welche Vorteile hat eine virtuelle Telefonanlage?

Im Vergleich zur klassischen Telefonanlage hat die virtuelle Telefonanlage unter verschiedenen Gesichtspunkten viele Vorteile. Die erweiterte Funktionalität einer cloudbasierten Lösung überzeugt sowohl Ihre Mitarbeiter, die dadurch bei ihrer Arbeit flexibler sind, als auch Ihre Kunden, deren Kundenerlebnis verbessert wird. Hier sind die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Spürbare Senkung der Ausgaben für Telefonie: Sie sparen Leasing- oder Finanzierungskosten für Ihre Telefonanlage sowie bei den Wartungsverträgen.
  • Sie bezahlen nur die Nebenstellen und Dienste, die Sie tatsächlich nutzen. Eine virtuelle Telefonanalage ist einfach zu skalieren: Sie können jederzeit neue Nebenstellen und Zusatzleistungen bestellen sowie bequem zum Monatsende kündigen.
  • Ihre Mitarbeiter sind nicht mehr an Ihren Arbeitstisch gebunden und sind unter ihrer Büronummer überall erreichbar, auch wenn der Anruf tatsächlich auf dem Mobiltelefon oder zu Hause landet.
  • Alle Nummern verfügen über mehrere Sprachkanäle: Ihre Kunden werden nie mehr ein Besetztzeichen hören.
  • Eine virtuelle Telefonanlage bietet Integrationsmöglichkeiten mit anderen Kommunikationssystemen und SaaS-Lösungen, zum Beispiel mit Systemen des Kundenbeziehungsmanagements und Helpdesk sowie mit Ihrer Website und Analyse-Tools.
  • Dazu erhalten Sie viele Funktionen, mit denen Sie die Cloudtelefonanlage zu einer maßgeschneiderten Lösung machen können, die Ihre Anforderungen und Bedürfnisse exakt entspricht.

 

 

9. Behalte ich meine gewohnte Rufnummer?

Auch wenn Sie den Anbieter wechseln, bleiben Sie für Ihre Kunden und Partner unter den gewohnten Rufnummern erreichbar. Dafür nutzen Sie die Rufnummer-Portierung. Ihr aktueller Anbieter muss einer Portierung zustimmen und diese zu einem definierten Zeitpunkt durchführen. Diese Dienstleistung ist bei vielen Anbietern kostenlos.

 

 

10. Was ist noch zu beachten?

Wenn Sie ISDN-Sonderdienste wie Türöffner, Brandmelder, Aufzugnotruf oder EC-Cash-Terminals nutzen, die an Ihre ISDN-Telefonanlage angeschlossen sind, ist es wichtig, sich rechtzeitig um die Migration der Dienste zu kümmern. Die gute Nachricht: Neuere Lösungen laufen seit Längerem meist problemlos über IP. Aber auch dabei müssen die Endgeräte unbedingt auf die IP-Fähigkeit geprüft werden.